Meilensteine der Unternehmensgeschichte

In mehr als 140 Jahren entwickelt sich Handtmann von einer kleinen, handwerklichen Messinggiesserei zur heutigen erfolgreichen internationalen Unternehmensgruppe mit 3.500 Mitarbeitern.

2015

Handtmann investiert in eine neue Magnesiumproduktion in Biberach. Neben dem Werkstoff Aluminium werden künftig verstärkt Gussteile in Magnesium gefertigt. Magnesiumlegierungen sind interessante Werkstoffe im Leicht- und Motorenbau, wie überhaupt im Automobilbau geworden, da sie sich durch Gewichtsersparnis und energieeffizientere Fertigung sowie hohe Dämpfung auszeichnen.

2015

Arthur Handtmann erhält in Würdigung und Anerkennung seiner herausragenden Verdienste im unternehmerischen Bereich und für das Allgemeinwohl den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland - 1. Klasse verliehen. Der stellvertretende Ministerpräsident Dr. Nils Schmid überreicht die Auszeichnung im Auftrag des Bundespräsidenten Joachim Gauck.  

2015

Einweihung einer neuen Gießerei in China: Die Handtmann Light Metal Foundry (Tianjin) Co., Ltd. produziert seit November 2014 Getriebe- und Kupplungsgehäuse für Automobilhersteller. Innerhalb eines Jahres entstand auf einem 52.000 m² großen Grundstück am Rande der chinesischen Millionenstadt Tianjin eine Produktionshalle und Verwaltungsgebäude.

2013

Die Albert Handtmann Elteka GmbH & Co. KG wird von der Arthur-Handtmann-Straße in Biberach in das Gewerbegebiet Aspach verlagert. Auf einem Grundstück von 23.000 m² entsteht eine Produktionsfläche mit 8.000 m² und ein Bürogebäude mit 1.900 m².

Das Unternehmen hat sich zu einem weltweit führenden Hersteller von technischen Kunststoffen entwickelt. Am Stammsitz in Biberach wird das komplette Engineering und die Produktion sowie eventuell die Montage aller Produkte durchgeführt.

2013

In Königswalde, Sachsen, wird ein Hallenkomplex zur mechanischen Bearbeitung von Aluminiumgussteilen erworben. Im Sommer 2014 sind zwei Bearbeitungsstrecken für Ölwannen komplett installiert. Dadurch können die engen Platzverhältnisse in Annaberg behoben und sämtliche gemieteten Außenlager gekündigt werden.

2009

In der Arthur-Handtmann-Straße in Biberach entsteht ein neues Produktions- und Verwaltungsgebäude der Armaturenfabrik. Die Albert Handtmann Armaturenfabrik GmbH & Co. KG zählt zu den führenden Anbietern von Armaturen, Ventilen und Prozessanlagen für die Getränkeindustrie, zunehmend aber auch für die Biotechnologie und die chemisch-pharmazeutische Industrie.

2009

In einem neuen, hochmodernen Montagewerk in Zittau werden gebrauchte Handtmann Füll- und Portioniermaschinen vollständig zerlegt und industriell werksüberholt. Damit bietet Handtmann seinen weltweiten Kunden nun auch die legendäre Handtmann Qualität beim Erwerb von Gebrauchtmaschinen.     

 

 

 

2007

Im Biberacher Museum findet die Sonderausstellung "alles handtmann" zur Geschichte und Gegenwart der Unternehmensgruppe Handtmann statt. 11.000 Personen besuchen die aufwändige Technikschau im Museum und die Betriebsführungen in den Handtmann Werken.

In Jahr 2007 werden weltweit 2.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Umsatz: 496 Mio EUR.

2005

In der Slowakei wird die Handtmann Slovakia s.r.o. gegründet. Produktionsstart für die neue Gießerei ist 2009. Im Jahr 2015 werden in Košice 140 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt.

2004

Die Maschinenfabrik feiert ihr 50-jähriges Jubiläum. Vertreter aus Politik und Wirtschaft, Repräsentanten der Händler und Vertretungen, Kunden, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind bei den Feierlichkeiten dabei.

2003

Die Handtmann Systemtechnik GmbH & Co. KG wird in Biberach gegründet. Damit reagiert Handtmann auf die erweiterten Anforderungen aus der Automobilindustrie. Es ist erforderlich geworden, dem Automobilhersteller am Band einbaufähige Komponenten - ganze Systeme - zu liefern, nicht nur Gussteile.

2001

Die Handtmann Leichtmetallgießerei Annaberg GmbH feiert ihr 75-jähriges Bestehen. Am Festabend und dem darauf folgenden "Tag der offenen Tür" nehmen auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Biberach teil.

2001

Gründung der ersten Auslandsniederlassung der Handtmann A-Punkt zum Vertrieb von Bearbeitungszentren in USA: Handtmann CNC-Technologies Inc. Weitere Niederlassungen werden in Russland (2006) und in China (2015) gegründet.

1999

Die expandierende Maschinenfabrik wird in Biberach in das neue Gewerbegebiet Aspach ausgelagert und mit modernsten Fertigungseinrichtungen errichtet. 2010 erfolgt die Einweihung des neu gebauten Kundenforums und die Erweiterung der Produktion, Forschung und Entwicklung um 50 %. 2016 wird ein zweites Forum sowie ein neues Hochregallager gebaut.

1998

Das 125-jährige Firmenjubiläum wird gefeiert. Im Jubiläumsjahr werden 1.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt und ein Umsatz von 498 Mio. DM erreicht.  

Ministerpräsident Erwin Teufel eröffnet den Festakt. Arthur Handtmann tritt als Geschäftsführer aller Gesellschaften zurück und übernimmt den Vorsitz in einem neu gegründeten Beirat. Sein Sohn Thomas Handtmann übernimmt an seiner Stelle die Leitung der Unternehmensgruppe.

 

 

1992

Die Handtmann Unternehmensgruppe übernimmt die Leichtmetallgießerei Annaberg GmbH, welche 1926 von den Zschopauer Motorenwerken DKW gegründet wurde. Mit der Treuhand wird eine Arbeitsplatzgarantie für 100 Beschäftigte und eine Investitionssumme von 10 Mio. DM ausgehandelt. Bis 2004 investiert Handtmann mehr als 40 Mio. DM.

Heute stehen über 20 modernste Druckgussmaschinen mit Schließkräften von 420 - 1.300 to für die Produktion von Aluminiumbauteilen zur Verfügung. Eine hochwertige Gussnachbearbeitung und CNC-Bearbeitung ist in die vollautomatisierte Produktion integriert.

1990

Handtmann startet mit einem innovativen Gießverfahren, das aus den USA kommt, das Vollformgießen oder Lost-Foam-Gießverfahren. Dieses Verfahren ist zur Herstellung komplexer Gussteile sehr gut geeignet. 1995 wird ein Großserienanlage in Betrieb genommen.

1989

Übernahme der A-Punkt Automation in Baienfurt, Deutschland. Entwicklung und Herstellung von CNC-Portalrobotern für die Be- und Entladung von Maschinen. 1993 erfolgt die Markteinführung des ersten Profilbearbeitungszentrums PBZ. Weitere Baureihen folgen: Universalbearbeitungszentrum UBZ (1998), Gantry (2003), Horizontalbearbeitungszentrum HBZ AeroCell (2007) und Horizontalbearbeitungszentrum Trunnion (2012).

 

 

1986

Die Maschinenfabrik gründet die erste Auslandsniederlassung in England für den Vertrieb von Fleischereimaschinen: Handtmann Ltd. Es folgen weitere Vertriebsfirmen in USA (1990), Italien (1991), Kanada (1991), Frankreich (1997), Brasilien (2000), China (2006), Russland (2014) und Mexiko (2015).

1984

Die Handtmann Elteka beginnt mit der Herstellung von Golfköpfen aus Lauramid. Die Handtmann Sports Int. Corp. in Niceville wird gegründet. Die Golfköpfe werden in Keramikformen gegossen. Die Feinbearbeitung erfolgt in England und den USA. Der Vertrieb wirbt mit prominenten deutschen Sportler. Auch Willi Hofmann, Golfprofi und Trainer von Bernhard Langer unterstützt die Bemühungen. 1996 wird die Handtmann Sports aufgrund fehlender Kontakte zur amerikanischen Golferszene aufgelöst.

Thomas Handtmann

Thomas Handtmann

1982

Eintritt von Thomas Handtmann, Dipl.-Ing. ETH, in die Unternehmensleitung. Er führt das Familienunternehmen in vierter Generation zusammen mit seinem Vater Arthur Handtmann in die Zukunft. In der Unternehmensgruppe werden 630 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt.

1968

Im Jahr 1968 steigt Arthur Handtmann mit der Gründung der Handtmann Elteka in die Kunststoffentwicklung ein. Es geht um ein im Lactamguss hergestelltes Polyamid, das später unter dem Markennamen Lauramid® bekannt wird. Es dauert 15 Jahre bis der vielversprechende neue Werkstoff zur Fertigungsreife und zu einem positiven wirtschaftlichen Ergebnis gelangt und damit neue Kundenkreise - Textilmaschinenhersteller, Papiermaschinenproduzenten, die Bergbahnindustrie usw. - erschließt.

1968

Die Armaturenfabrik stellt die Produktion von Messingarmaturen auf Armaturen aus Edelstahl um. 1969 bringt Handtmann sein erstes stationäres Reinigungssystem für Biertanks auf den Markt. Aus diesen Reinigungsanlagen entwickelt sich der Anlagenbau der Armaturenfabrik.

1967

Kauf eines Firmengeländes in der Birkenallee (heute: Arthur-Handtmann-Straße), Biberach. Im August 1968 ziehen die Maschinenfabrik und die Armaturenfabrik in neue Hallen, während sich die Verlagerung des Metallgusswerkes über mehrere Jahre erstreckt.

1973 baut Handtmann in der Birkenallee eine Produktionshalle für den Druckguss. 1978 und 1983 werden der Kokillenguss und der Sandguss umgezogen.

1968 werden 377 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei einem Umsatz von 18 Mio. DM beschäftigt.

1961

Handtmann beginnt den industriellen Druckguss. Man erkennt, dass der Druckguss für hohe Stückzahlen geeignet ist. 1961 verfügt Handtmann über zwei Fries-Druckgussmaschinen mit 120 und 250 Tonnen Schließkraft. 1964 kommt eine 400-Tonnen-Maschine hinzu. Der erste Kontakt zur renommierten deutschen Automobilindustrie entsteht.

1954

Beginn mit Kokillenguss. Dieses Verfahren wird bei anspruchsvollen Anwendungen eingesetzt und eignet sich zur Serienfertigung von Gussstücken mit einem Gewicht von bis zu 20 kg. 

 

 

1954

Gründung der Maschinenfabrik.

Parallel zum Ausbau im Leichtmetallguss entscheidet sich Arthur Handtmann dafür, einen eigenen Maschinenbau aufzubauen, nachdem er gefragt wurde, ob er eine handbetriebene Wurstfüll- und Portioniermaschine bauen könne. Bald wird festgestellt, dass nur ein motorbetriebenes Gerät die schwere und eintönige Arbeit der Wurstportionierung erleichtern und einen wirklichen Fortschritt bringen kann.

Bis 1961 entsteht eine Baureihe an Portionier- und Abdrehmaschinen - die Handtmann-Füllautomaten in den Leistungsgrößen FA 40 und FA 70 sowie die Kolbenfüller in sechs Typen F20 bis F70.

Das Jahr 1962 bringt den Durchbruch. Auf der IFFA in München überrascht die Handtmann Maschinenfabrik die Fachwelt und verkauft 152 ihrer neuartigen Füllautomaten an Kunden in ganz Europa. 80 Personen werden beschäftigt.

1946

Aluminium-Sandguss wird in das Produktionsprogramm aufgenommen. 1960 stehen in der Metallgießerei eine automatische Sandaufbereitung und sechs Formmaschinen aus Sandguss. 2011 wird die Sandguss-Produktion eingestellt.

Arthur Handtmann

Arthur Handtmann

1945

Arthur Handtmann tritt als Gesellschafter in die Firma ein. 1953, nach dem Tod von Adolf Karl Handtmann wird Arthur Handtmann alleiniger Inhaber der Firma.

1949 werden bereits 51 Mitarbeiter beschäftigt - so viel wie nie zuvor.

 

 

 

Adolf Karl Handtmann

Adolf Karl Handtmann (1884-1953)

1944

Adolf Karl Handtmann wird alleiniger Inhaber der Firma Albert Handtmann. Im Jahr 1947 beschäftigt er 18 Arbeiter.

 

 

1929

Aufgrund der Geruchsbelästigung durch die Ölöfen in der Schmelzerei in der Innenstadt wird der Betrieb aus der Stadt heraus verlegt. Neuer Standort wird die Brühlstraße/Fabrikstraße neben dem Biberacher Gaswerk. Grundstücksfläche: 6.500 m².

Bei Kriegsbeginn 1939 beschäftigt Handtmann 35 Arbeiter. Bis auf fünf nicht wehrfähige Männer werden alle Arbeiter eingezogen. Messing gilt als kriegswichtig für Hülsen, Kartuschen, Gewehr- und Artilleriemunition. Zur Fertigbearbeitung gehen diese Teile an Rüstungsbetriebe in Ulm und Friedrichshafen.

1919

Nach dem Tod von Christoph Albert Handtmann werden die Söhne Karl Albert Handtmann (1874-1951) als Gelbgießermeister und Adolf Karl Handtmann (1884-1953) als Kaufmann, Gesellschafter der Firma.

Adolf Karl Handtmann modernisiert und kauft Maschinen. Neben dem traditionellen Geschäft der Firma mit Armaturen für Brauereien und Brennereien nimmt er den Großhandel für Installateure mit Wasserhähnen und Tempergussfittings auf.

Christoph Albert Handtmann (1845-1918)

Christoph Albert Handtmann (1845-1918)

1873

Der Glockengießer und Mechanikermeíster Christoph Albert Handtmann (1845-1918) gründet in Biberach eine Messinggießerei im historischen Gebäude "Bachmühle" auf dem Ehingertorplatz. Grundstücksfläche ca. 1.200 m².

Im Jahr 1900 gehört auch Handtmann zu den Ausstellern und Inserenten auf der Biberacher Bezirks-Gewerbe-Ausstellung. Das Angebot ist vielseitig: Eisschränke und Eisbuffets, Kohlensäure-, Luft- und Wasserdruckapparate, Hahnen und Verschraubungen aller Art, Gummischläuche, Dick-, Circular-, Flügel-, Saug- und Druckpumpen. Auch Fassanstiche wurden zu einem der Produkte der Handtmann´schen Messinggießerei. Über die Herstellung solcher Fassanstiche gelangt Handtmann zur Belieferung für Brauereien und Sudhäuser.

Handtmann gießt die dafür erforderlichen Verschraubungen und Hähne aus Messing, insbesondere Kükenhähne. Es ist dies der frühe Beginn der bis heute ununterbrochenen Tätigkeit Handtmanns für die Getränkeindustrie.