Handtmann weiht neue Fertigungshalle in Biberach ein

Luftbild Handtmann Systemtechnik

Die Luftaufnahme zeigt den Neubau sowie das Bestandsgebäude der Systemtechnik.

Handtmann weiht neue Fertigungshalle in Biberach ein

Die Firma Handtmann hat Mitte September im Biberacher Gewerbegebiet Aspach eine neue Fertigungshalle eingeweiht. In nur elf Monaten Bauzeit entstand hier ein eingeschossiger Neubau mit insgesamt 2.700 Quadratmetern Produktions- und Logistikfläche, in dem künftig Systembauteile für die Automobilindustrie produziert werden sollen.  

Handtmann investierte dabei 4 Millionen Euro in den Neubau. Weitere 8,5 Millionen Euro fallen noch für die notwendigen Produktions- und Montagelinien an, die in den kommenden Monaten installiert und in Betrieb genommen werden. Ein Jahr zuvor wurden bereits rund 1,2 Millionen Euro in die bauliche Ertüchtigung und Anpassung eines schon auf dem Grundstück vorhandenen Bestandsgebäudes investiert, in der die für den Standort erforderlichen Produktions-, Büro- und Sozialflächen untergebracht sind. Die dort installierten Produktionsanlagen umfassten ein Investitionsvolumen von 12 Millionen Euro. Insgesamt 55 Mitarbeiter werden künftig in der Bestandshalle und dem Neubau beschäftigt sein.  

Gesamtinvestitionsvolumen beträgt 25,7 Millionen Euro 

„Wir platzen an unserem derzeitigen Standort in der Arthur-Handtmann-Straße aus allen Nähten. Da wir aus logistischen Gründen in der Nähe des Unternehmenshauptsitzes bleiben und auch in Zukunft die Aufträge unserer Kunden zuverlässig erfüllen wollen, haben wir nun diesen Erweiterungsbau im Gewerbegebiet Aspach errichtet“, erklärt Firmenchef Thomas Handtmann. „Dies ist zugleich ein weiteres klares Bekenntnis zu unserer Region.” Auch die Auswahl der am Bau beteiligten Firmen unterstreiche die regionale Verbundenheit der Firma Handtmann. „80 Prozent der am Bau beteiligten Firmen kommen aus der Region Biberach, Ulm und Oberschwaben“, bestätigt der Firmenchef. „Wir waren mit der kompletten Planung und Bauabwicklung sehr zufrieden“, dankte Thomas Handtmann dem Generalunternehmer Karl Schließer stellvertretend für alle 25 beteiligten Firmen „Das von uns vorgegebene Baukonzept musste in der Planung durch den Generalunternehmer und seinen Planungspartnern in kürzester Zeit umgesetzt werden. Der erste wichtige Meilenstein, das Einreichen des Bauantrags, wurde trotz der knappen Terminvorgabe zuverlässig eingehalten.“ Trotz der eisigen Temperaturen im Februar dieses Jahres, bei denen der Bauablauf über Wochen zum Stillstand gekommen sei, hätte die verloren gegangene Bauzeit bis zum Gesamtfertigstellungstermin nahezu kompensiert werden können. Im Laufe des Oktobers gälte es nun noch die Außenanlagen entlang der Aspachstraße fertigzustellen. Parallel dazu wird mit dem Aufbau und der Inbetriebnahme der Produktions- und Montagelinien im Hallenneubau begonnen.  

VW, Škoda und Audi sind Abnehmer der Systembauteile 

Nach aktuellem Planungstand soll in der neuen Halle mit der Gebäudebezeichnung L380 ein Kühlmittelverteilmodul für verschiedene Marken des Volkswagenkonzerns montiert werden. Verbaut wird dies Teil in der neuen Ottomotorgeneration EA211Evo mit Hubraum 1,0l und 1,5l. Der Fertigungsstart auf den 2 Anlagen im Hallenneubau ist für Anfang 2020 geplant. In der Bestandshalle läuft dieses Teil bereits auf einer Produktions- und Montagelinie in Serie. In Spitze verlassen ab 2020 dann jedes Jahr rund 2 Millionen Teile das Unternehmen in Richtung Volkswagen-Werke Salzgitter und Chemnitz, Škoda-Werk im tschechischen Mladá Boleslav und Audi-Werk im ungarischen Győr. Damit ist die neue Fertigungshalle voll ausgelastet. „Mit dem Neubau decken wir den Platzbedarf, den wir bis 2020 haben. Damit sind in Biberach unsere Erweiterungsmöglichkeiten für die Bereiche Leichtmetallguss und Systemtechnik weitestgehend ausgeschöpft. Wir sind deshalb nach wie vor daran interessiert, uns weitere Flächen im künftigen IGI Rißtal zu sichern“, betont Thomas Handtmann.