Handtmann begrüßt positive Entscheidung zum IGI Rißtal

Mechanische Fertigung in der Arthur-Handtmann-Straße

Ein Blick in die Mechanische Fertigung in der Arthur-Handtmann-Straße. Auch in einem möglichen IGI Rißtal würde ein Werk für Mechanische Fertigung und Montage entstehen. Eine Leichtmetallgießerei ist dort aktuell nicht geplant. (Quelle: Handtmann)

Biberach, den16. Mai 2018 – Das Regierungspräsidium Tübingen hat dem Zielabweichungsverfahren für das Interkommunale Gewerbe- und Industriegebiet Rißtal (IGI Rißtal) zugestimmt, so dass die Planungen hierfür fortgesetzt werden können. Die Handtmann Unternehmensgruppe begrüßt diese Entscheidung.  

Für Handtmann ist die Entscheidung des Regierungspräsidiums ein wichtiger Schritt in Richtung IGI. „Damit hat das Verfahren eine weitere Hürde genommen. Uns ist jedoch klar, dass damit noch nichts entschieden ist und noch zahlreiche weitere Schritte im Laufe des Verfahrens anstehen. Nun wird der gesetzlich vorgeschriebene Prozess der Planung und Bürgerbeteiligung fortgesetzt“, erklärt Jörg Hochhausen, Geschäftsführer der Handtmann Service GmbH & Co. KG.  

Im IGI Rißtal möchte Handtmann Werkshallen bauen, in denen neue Aufträge beispielweise aus der Elektroautomobilindustrie bearbeitet werden können. Es handelt sich dabei um die Mechanische Montage und Bearbeitung von Bauteilen. Eine Leichtmetallgießerei ist dort derzeit nicht geplant. 

Dabei ist man sich bei Handtmann durchaus im Klaren, dass es noch einige Zeit dauert, bis das erste Bauteil im IGI Rißtal montiert werden kann. Bis es soweit ist, müssen kommende Aufträge an anderen europäischen Standorten angesiedelt werden. Passende Grundstücke sind in Annaberg-Buchholz (Sachsen) und in Košice (Slowakei) bereits vorhanden.  

Jedoch bevorzugt Handtmann weiterhin einen neuen Standort in der Nähe der Hauptverwaltung. „Es ist einfacher, das Know-how in Biberach weiterzuentwickeln. Hier können wir bestehende Strukturen mitnutzen. Zudem sind wir als Familie und Unternehmensgruppe der Belegschaft und der Region verbunden“, so Thomas Handtmann, Geschäftsführer der Handtmann Holding. „Gleichzeitig müssen wir wirtschaftliche Entscheidungen treffen, um unserer Verantwortung für das Gesamtunternehmen und den damit verbundenen Arbeitsplätzen gerecht zu werden. Das kann auch bedeuten, dass wir Aufträge an anderen Handtmann Standorten bearbeiten, um sie erfüllen zu können.“ 

In den bestehenden Biberacher Werken in der Arthur-Handtmann-Straße und in Aspach fehlt dazu schon heute der Platz. Konzepte zur Verdichtung wurden bereits umgesetzt. Nun ist Handtmann an eine Grenze gestoßen, an der weitere bauliche Maßnahmen nicht mehr wirtschaftlich sind. Eine Erweiterung ist daher notwendig – in Biberach oder anderswo.